4,2 Milliarden Euro wurden im ersten Halbjahr 2026 mit Games, Online-Gaming-Services und Games-Hardware in Deutschland umgesetzt. Damit ist der Umsatz auf dem deutschen Games-Markt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um drei Prozent zurückgegangen. Das gab der game – Verband der deutschen Games-Branche anlässlich einer Pressekonferenz zum Start der gamescom in der kommenden Woche bekannt.
Basis der Daten sind Erhebungen von YouGov Shopper und Sensor Tower. Danach legte der Umsatz mit Online-Gaming-Services in den ersten sechs Monaten des Jahres um 3 Prozent auf 556 Millionen Euro zu. Der Verkauf von Games sowie von In-Game- und In-App-Käufen blieb im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf gleichem Niveau: Mit rund 2,3 Milliarden Euro ging der Umsatz in diesem Teilmarkt um 1 Prozent zurück. Ein deutliches Minus gab es dagegen bei Games-Hardware. Mit Spielekonsolen, Gaming-PCs und entsprechendem Zubehör wurden rund 1,3 Milliarden Euro umgesetzt und damit 8 Prozent weniger als vor einem Jahr. Grund hierfür sind die stark gestiegenen Preise von Speichern und Festplatten und damit die höheren Kosten für Games-Hardware, die zu stärkerer Kaufzurückhaltung führen.
"Die gamescom zeigt in diesem Jahr eindrücklich, welche Kraft in Games steckt – als Innovationstreiber, für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und als kreative Spielwiese für kleine wie große Teams. Dass eine große Mehrheit der Menschen in Deutschland positive Effekte der Games-Community für Gemeinschaftsgefühl, Toleranz und Teilhabe sieht, bestätigt: Games machen nicht nur Lust auf Zukunft, sondern sind ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft. Das mannigfaltige und für so viele Bereiche positive Potenzial von Games müssen wir endlich auch in Deutschland stärker nutzen", sagt game-Geschäftsführer Felix Falk.

Games machen Lust auf Zukunft
Wohin man auf der gamescom auch schaut: Alles dreht sich um die Zukunft und den Willen, diese zu gestalten. Diese Zukunftsorientierung drückt sich im diesjährigen Leitthema „Games machen Lust auf Zukunft“ aus und wird auch von vielen Menschen in Deutschland so gesehen: 6 von 10 Deutschen (60 Prozent) sagen etwa, dass durch Games zukünftige Technologien vorangetrieben werden. 62 Prozent der Spielenden, die jünger als 25 Jahre sind, fühlen sich zudem durch Games motiviert, sich für eine bessere Zukunft zu engagieren. Insgesamt sagen rund zwei Drittel der Menschen in Deutschland (65 Prozent), dass Games als Unterhaltungsmedium in Zukunft noch wichtiger werden.

Spielend die Welt retten
Die besondere Leidenschaft der Games-Community beschränkt sich nicht nur auf die Spiele selbst, sondern geht weit darüber hinaus, wie beispielsweise die von Gamerinnen und Gamern initiierten Spendenaktionen in Millionenhöhe zeigen. Der gamescom Trend „Spielend die Welt retten“ greift genau dieses starke gesellschaftliche Engagement auf. Auch die Mehrheit der Menschen in Deutschland nimmt dies wahr: So sehen 85 Prozent positive Effekte der Games-Community bei der Stärkung des Gemeinschaftsgefühls, 83 Prozent bei der Entwicklung von Toleranz für andere Menschen und 80 Prozent bei der Integration und Teilhabe. Diese positiven gesellschaftlichen Effekte sind zentral für unsere Demokratie. Entsprechend sagt mehr als die Hälfte der Menschen hierzulande (57 Prozent): Die Politik hat das Potenzial von Games in der Demokratiebildung bisher unterschätzt.

Kleine Teams, große Erfolge
Indie Games feiern weltweit in den vergangenen Jahren besonders viele Erfolge. Der gamescom Trend "Kleine Teams, große Erfolge" greift diese Entwicklung auf. Auch in Deutschland sind die Spiele unabhängiger Entwicklerinnen und Entwickler sehr beliebt. 17 Millionen Spielerinnen und Spieler spielen hierzulande Indie Games. 82 Prozent der Spielenden finden es dabei bewundernswert, was die meist kleinen Teams mit moderner Technologie für Spiele entwickeln. Am wichtigsten sind den Spielenden bei Indie Games die kreativen Spielkonzepte (73 Prozent), die Geschichten (68 Prozent) und der meist besondere Grafikstil (65 Prozent).

Quelle: Pressemitteilung
